Online-Workshops für Frauen*

Auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 müssen wir kreativ mit den Umständen umgehen und Wege finden, wie wir uns trotzdem weiter bilden und über interessant Themen austauschen können. In unserem Veranstaltungskalender tragen wir die spannendsten (Online-)Events der Stadt zusammen; wollen Euch hier aber auch auf das weitere Angebot in Berlin hinweisen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung richtet von jetzt bis Ende 2020 viele Online-Workshops und Seminar aus: Stimmtrainings, Netzwerk-Coaching und Seminare zur digitalen Kommunikation.

Und die Heinrich Böll Stiftung bildet Euch online beispielsweise zum Thema Antifeminismus im Netz weiter.

Über wietere Workshops-Tipps von Euch freuen wir uns in den Kommentaren!

FEMMIT als MAGAZIN

2019 hat zum ersten Mal der femMit stattgefunden. Diese Konferenz richtet sich explizit an Frauen* und will eine Plattform für Austausch und Vernetzung rund um Medien und Poolitik schaffen.

Das geplante Event für 2020 konnte pandemiebedingt natürlich nicht stattfinden. Initiatorin Romina Stawowy hat sich davon jedoch nicht erschüttern lassen und kurzerhand Ihren Traum umgesetzt: das femMit Magazin.

Es sind bisher zwei Ausgaben erschienen, die über die femMit-Website bestellt werden können. Das Magazin richtet sich an berufstätige Frauen jeden Alters. Wir sind gespannt auf die Lektüre!

Garten*Salon #6 im August

Am 25. August wollen wir uns endlich wiedersehen; und zwar ab 18:30 im Park! Wir haben uns gegen ein konkretes Programm entschieden, sondern freuen uns einfach auf die guten Gesprächen, die unsere Salons auch sonst ausmachen. Mit inhaltlichen Impulsen im Vortragsformat geht es im Herbst wieder los.

Auch wenn wir noch final überlegen, welcher Park es genau wird, bitten wir Euch um eine kurze Anmeldung unter info@frauensalon.org, damit wir wissen, mit wie vielen Frauen* wir rechnen können! Wir freuen uns sehr!

Sommerbücher

Für den Sommer empfehlen wir euch drei sehr verschiedene Bücher von tollen Frauen*. Über eure Literatur must haves dieses Jahres freuen wir uns in den Kommentaren!

Sally Rooney: Normal People

2019 als Buch des Jahres in UK gefeiert, hat uns dieses Buch sehr begeistert; weil es eine wirklich tolle Geschichte erzählt. Im Post-2008-Krisen-Irland enfaltet sich die besondere Beziehung der beiden Teenager Cornell und Marianne. Uns hat es zu neuen Gedanken rund um Unsicherheiten, Erfolg, soziale Ungleichheit und Liebe inspiriert, ohne dabei zu schwer zu werden.

Marina Frenk: ewig her und gar nicht wahr

Kira erzählt die Geschichte ihrer Familie, die in den 90er Jahren aus Moldawien nach Deutschland gezogen ist. Es geht um ein verrücktes Leben im heutigen Berlin, sprachlose Beziehungen und Künstlerinsein. Ein Buch über über Familie und Herkunft, über Eltern- und Kindschaft.

Kürba Gümüsay: Sprache und Sein

Die Hamburger Autorin beschreibt wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Vor dem Hintergrund der anti-rassistischen Proteste in den USA und Europa besonders aktuell, geht es um (sprachliche) Ausgrenzung und Inklusion, Feminismus und Intersektionalität. Für uns ist dies das Sachbuch des Jahres; auch, weil es so poetisch geschrieben ist, dass es sich fast liest wie ein Roman.

Foto von Jez Timms auf Unsplash

Absage: Frauen*Salon #5 im Mai

Wir hatten uns alle schon sehr auf den nächsten Frauen*Salon im Mai gefreut, geplant, überlegt. Aber vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie müssen wir den Termin hiermit natürlich leider absagen.

Bleibt alle gesund, unterstützt euch (virtuell) gegenseitig, passt auf eure Liebsten auf. Wir melden uns mit mehr Infos, wenn wir wissen, wie und wann der Frauen*Salon #5 nachgeholt wird!

Foto von Omar Lopez aus Unsplash

Intersektionalität #1: We need more critical Whiteness

Die Gründerin des Magazins RosaMag für afrodeutsche Frauen, Ciani Sophia, hat im Online-Magazin EDITION F die Frage gestellt: Ist Feminismis nur für weiße Frauen? Denn bis heute stehen in der ersten Reihe der Frauenbewegungen oft vor allem weiße Frauen und ihre Themen. Rassismus und rassistische Diskriminierung werden dadurch nicht als integrale Bestandteile einer feministischen Debatte betrachtet. Dass rassistische und eurozentristische Strukturen aber sexistische Institutionen und Systeme direkt stärken, wird dadurch letzten Endes ignoriert.

Letzten Endes liegt es an uns, den weißen Frauen*, die Debatten zu öffnen und uns in critical whiteness zu üben. Wir empfehlen euch deswegen heute drei Bücher zum Thema, die uns sehr beeindruckt haben: Alice Hasters erzählt uns Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten. Und in ihrem Manifest Why I’m No Longer Talking To White People About Race von Reni Eddo-Lodge ist nicht nur das Kapitel über weißen und schwarzen Feminismus unglaublich interessant. Lady Bitch Ray berichtet in Yalla, Feminismus von persönlichen Diskrimierungserfahrungen, erklärt aber auch anspruchsvoll feministische Theorien.

Und wenn ihr gerne Podcasts hört, in denen sich zwei Freundinnen austauschen (und manchmal eine dritte Frau* interviewen), legen wir euch folgende kleine Auswahl ans Herz: Bei Feuer & Brot führen Alice und Maxi Gespräche zwischen Politik und Popkultur aus anti-rassistischer Perspektive. Rice and Shine ist der Grimme-Preis-tragende Podcast von Minh Thu Tran und Vanessa Vu, die in ihren Gesprächen und Interviews aus der vietdeutschen Community berichten. Auf der anderen Seite des Atlantik sprechen Aminatou Sow und Ann Friedman in Call Your Girlfriend einmal in der Woche über alle Themen von Körper, Menstruation, Politik, Mode und Gesellschaft – immer auch mit rassismuskritischer Perspektive. Und die Produktion All my Relations beleuchtet Kultur und Leben der Native Communities in den USA und gibt ihren (weiblichen) Mitgliedern eine Stimme.

Wir wünschen euch viel Inspiration beim Lesen und Hören und freue uns über eure Tipps in den Kommentaren!

Foto von Lindsey LaMont auf Unsplash

Hoch die intersektionale Solidarität!

Das Online-Nachschlagewerk „Gender-Glossar“ definiert Intersektionalität wie folgt: „Unter dem Begriff Intersektionalität wird die Verschränkung verschiedener Ungleichheit generierender Strukturkategorien verstanden.“ Intersektionale Perspektiven denken verschiedene (strukturelle) Diskrimierungsformen zusammen, zum Beispiel Sexismus und Rassismus oder Gender und Armut.

Sich mit Intersektionalität zu beschäftigen, heißt auch zu hinterfragen: Wen repräsentiert Mainstream-Feminismus eigentlich? Welchen Frauen und welchen Stimmen räumen wir in einer feministischen Debatte – z.B. in unseren Frauen*Salons – wieviel Platz ein?

Uns ist es besonders wichtig, dieses Konzept hier im Blog und Newsletter zu besprechen, weil es nicht nur uns in unseren Frauen*Salons an Diversity fehlt, sondern Feminismus in westlichen Gesellschaften insgesamt oft zu weiß und zu sehr von Frauen aus Mittel- und Oberschicht geprägt ist. Das kann dazu führen, dass wir neben eurozentristischen Perspektiven auch unsere Privilegien für selbstverständlich nehmen – und dadurch rassismuskritische Sichtweisen oder jene von Frauen* aus anderen sozialen und finanziellen Kontexten ausblenden.

Sich selbst zu hinterfragen, kann unserer Meinung nach Feminismus und Solidarität unter Frauen* nur stärken. Stefanie Lohaus vom Missy Magazine proklamiert Intersektionalität daher sogar zum zentralen Thema für den heutigen Feminismus. Auch die Macherinnen des LilaPodcast haben hierzu eine Folge aufgenommen, in der sie eine Reihe toller Frauen* vorstellen, die neben feministischen Themen auch Rassismus, Ableismus, Armut und nicht-binäre Identitäten thematisieren. Und in dem Buch Feminismus Revisited portraitiert Erica Fischer als Feministin der ersten Stunde spannende Frauen*, die heute für uns alle kämpfen.

Foto von Toa Heftiba auf Unsplash

Zurück in die Zukunft: Rückblick auf den Frauen*Salon #4

Die Zukunftsforscherin Aileen Moeck hat uns beim Frauen*Salon #4 mit auf eine spannende Reise in die Zukunft genommen. Wie könnte unser Leben in 2070 aussehen? Welche Instrumente können uns, Entscheidungsträger*innen und Politiker*innen bei der Entwicklung von Ideen und Visionen für ein besseres Morgen helfen?

Aileen hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Mensch zwar sehr fähig ist, technische Entwicklungen und Innovationen vorherzusehen und entsprechend umzusetzen – so wie Flugtaxis und Social Media. Schwieriger wird es aber, wenn wir uns gesellschaftliche Innovation vorstellen und diese entwickeln sollen. Oft fehlt es uns daher an gesellschaftlichen und sozialen Visionen, um Wandel und Fortschritt wirklich strategisch voranzutreiben.

Wer mehr über die Arbeit von Aileen und ihrem Team erfahren möchte, findet alle Informationen bei den Zukunftsbauern!

Foto von Jez Timms auf Unsplash

Anmeldung: FRAUEN*SALON #4 im Februar 2020

Wir sind schon ganz gespannt: unser nächster FRAUEN*SALON findet am 12. Februar 2020 statt! Die Zukunftsforscherin Aileen Moeck wird uns mehr darüber erzählen, wie wir Bildung so gestalten können, dass sie uns auf die Zukunft vorbereiten kann.

Wir können auch dieses Mal ca. 20 Frauen* in der Location unterbringen, also registriert euch schnell per Mail unter info@frauensalon.org. Ihr erhaltet dann eine Bestätigung von uns. Meldet auch gerne wieder eine Frau* Eurer als Wahl Begleitperson an.

Die Eckdaten: 12. Februar 2020 ab 18:30 in Nord-Neukölln, zwischen Hermannplatz und Schönleinstraße. Alle angemeldeten Frauen* bekommen die Adresse und weitere Infos.