Sommer – Sonne – Lesen

Der Sommer ist nun endgültig im Lande angekommen, und für viele von uns beginnt auch die Urlaubszeit. Da viele von euch coronabedingt dieses Jahr vielleicht ruhigere Urlaube als sonst verbringen werden, haben wir euch eine Liste unserer derzeit liebsten Bücher zusammengestellt. Natürlich sind – wie immer unter dem Motto #Frauenlesen – ganz viele tolle Autorinnen dabei. Wir hoffen, dass wir für alle etwas Passendes zusammengesucht haben und dass ihr die Sonnenstunden im Schatten sitzend und schmökernd verbringen könnt. Und wie immer freuen sich vor allem die Inhaberinnen-geführten Buchhandlungen vor Ort über eure Bestellungen. Oder ihr startet einen feministischen Lesezirkel oder Büchertausch!?!

Kim Jiyoung, geboren 1982 - Nam-Joo Cho | Kiepenheuer & Witsch
Quelle Kiwi-Verlag

Kim Jiyoung, geboren 1982 – von Cho Nam-Joo. In diesem Roman, der mittlerweile ein Weltbestseller ist, begleiten wir die ungefähr 30-jährige Kim Jiyoung in das Alltagsleben einer jungen Frau in Südkorea und betrachten durch ihre Augen die dortigen patriarchalen Strukturen. Das Buch ist wegen seiner genauen Beschreibungen von Sexismus und Frauenfeindlichkeit auch zum wichtigen Bestandteil der südkoreanischen MeToo-Bewegung geworden.

Quelle: Matthes & Seitz Verlag

Hütten: Obdach und Sehnsucht – von Petra Ahne. Was kann man im Corona-Sommer Besseres tun, als sich allein oder mit Familie oder Freund*innen eine Hütte zu suchen und dort ruhige Stunden in der Natur zu verbringen? Warum es die Menschheit schon immer in die Einsamkeit und Spartanität von Hütten gezogen hat und immer noch zieht, erklärt Petra Ahne anhand von spannenden Beispielen in diesem kurzen und kurzweiligen Buch.

Ich bin eine freie Frau: Amazon.de: Giroud, Francoise, Saint-André, Alix  de, Klobusiczky, Patricia: Bücher
Quelle: Hanser Literaturverlage

Ich bin eine freie Frau – von Francoise Giroud. Was war Francoise Giroud nicht alles: renommierte Journalistin in Frankreich, Chefredakteurin der „Elle“, Feministin, Mitglied der Resistance in Frankreich, Mutter, Frau mit Depressionen und Selbstmordgedanken. Ihre nach ihrem Tod veröffentlichte Autobiographie ist knallhart, kühl-distanziert, super ehrlich. Gleichzeitig ist es ein eindrucksvolles Zeugnis davon, was es in den 1960ern und immer noch heute eigentlich heißt, als Frau frei zu sein und sich selbst treu zu bleiben.

Meine Schwester, die Serienmörderin von Oyinkan Braithwaite - Buch | Thalia
Quelle: Blumenbar Verlag

Meine Schwester, die Serienmörderin – von Oyinkan Braithwaite. Ein spannend zu lesendes und wunderbar humorvolles Buch über die Liebe zwischen zwei Schwestern, die sich gegenseitig zur Weißglut treiben, einander auf die Nerven gehen – aber am Ende alles füreinander opfern würden. Jede von uns, die selbst Schwestern hat (und alle anderen natürlich auch), wird mitfiebern, mitlachen und mitleiden.

Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt von Maya Angelou - eBook | Thalia
Quelle: Suhrkamp Verlag

Ich weiß warum der gefangene Vogel singt – von Maya Angelou: Geschrieben als erster Teil ihrer Autobiographie ist dieses Buch längst ein zeitloser Klassiker von Maya Angelou. Sie wächst in den 1930er Jahren im Süden der USA auf, und erzählt von Rassismus, patriarchalen Strukturen, Armut und dem Erleben sexueller Gewalt. Die Schilderung der Ereignisse durch die Augen der jungen Maya ist so eindrücklich wie mitreißend.

Das Unwohlsein der modernen Mutter - Mareice Kaiser | Rowohlt
Quelle: Rohwolt Verlag

Das Unwohlsein der modernen Mutter – von Mareice Kaiser. Egal, was Mütter heutzutage alles leisten, machen, erreichen und umsetzen – nie ist es genug, nie kommen sie an die sich ständig verändernden Ideale ran. Was diese Ideale und Erwartungen mit Frauen* und Müttern* machen, und was wir vielleicht dagegen tun können, schildert Mareice Kaiser eindringlich und lesenswert in ihrem neuen Buch. Im Übrigen nicht nur für die Frauen* unter uns, sondern ganz besonders auch für die männliche* Leserschaft zu empfehlen!