Lockdown 2.0: und wie steht Es um den Feminismus?

Das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu, und die Welt steht immer noch Kopf – bzw. still. Wir befinden uns im Lockdown 2.0 und haben uns wahrscheinlich alle irgendwie wieder damit abgefunden, haben unsere eigenen neuen Routinen und Wege gefunden, um die Zeit erträglich zu machen. Vielleicht genießen einige von uns auch die Ruhe, andere empfinden die Begrenzung der Kontakte und Aktivitäten als große Belastung.

Schon im ersten Lockdown im Frühjahr haben viele wichtige Stimmen darauf hingewiesen, was der Lockdown und andere Corona-Maßnahmen auch bedeuten kann, und zwar insbesondere für Frauen: häusliche Gewalt, ein Zurückfallen in alte Geschlechterrollen, überproportionale Belastung von systemrelevanten Berufsgruppen, die zum Großteil Frauen sind.

Aber was lernen wir eigentlich daraus? Was macht der Lockdown mit feministischen Initiativen und Bewegungen? Werden sie noch gehört, oder wird Feminismus jetzt erstmal hinten angestellt? Werden wir erst im Nachhinein sagen können, ob die schnell geschnürten Konjunkturpakete uns auch gleichstellungspolitisch weitergebracht haben? Wenn wir schon im Sinne einer „better recovery“ Nachhaltigkeit und Klimaschutz in die Konjunkturmaßnahmen eingebaut haben – wie schaffen wir das auch für Frauenrechte und geschlechterpolitischen Fortschritt?

Vielleicht habt ihr ja Lust, bei einem der nächsten Salons auch zu diesem Thema zu sprechen – dann meldet euch bei uns! Und in der Zwischenzeit haben wir eine kleine Linksammlung erstellt für die unter euch, die gerne ein wenig mehr dazu lesen würden: Die Böll-Stiftung hat sich dem Thema „Feminismus in der Corona-Krise“ gewidmet, die Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt in einem Blog das Thema „Corona and Care“ unter die Lupe, eine außenpolitische Perspektive auf das Thema bietet das Centre for Feminist Foreign Policy, und der Gender-Blog plädiert für eine feministische Analyse der Corona-Politik.

Wenn ihr mehr Ressourcen oder Gedanken zu dem Thema habt, teilt sie gerne mit uns!

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