Frauen*Salon #7 im November: virtuell!

Die derzeit steigenden Covid19-Zahlen und die neuen Beschränkungen in Berlin führen leider dazu, dass ein physischer Frauen*salon derzeit nicht möglich ist. Damit wir uns trotzdem wiedersehen, haben wir uns für ein virtuelles Format entschieden und freuen uns sehr darauf!

Am 11. November 2020 um 19 Uhr wird Katharina uns online Einblicke in die feministische Stadtplanung geben. Danach können wir uns über unsere eigenen Eindrücke von der Stadt um uns herum austauschen – und natürlich auch über andere Themen!

Anmelden könnt ihr euch wie immer über info@frauensalon.org. Wir schicken euch dann alle Infos inkl. Video-Link per Mail zu. Und natürlich könnt auch weitere Frauen* mit anmelden!

Wir freuen uns sehr!

Mehr Vielfalt im Bundestag!

Brand New Bundestag ist eine Initiative, die mehr Vielfalt in den Deutschen Bundestag bringen will. Angelehnt ist sie an das US-amerikanische Vorbild Brand New Congress, welches z.B. Alexandra Ocasio-Cortez bei ihrer Wahl als jüngste Abgeordnete in den US-Congress unterstützte (by the way – Netflix-Tip, für alle, die es noch nicht gesehen haben: „Knock Down the House“ -der Weg von AOC und anderen Frauen in den Congress).

Brand New Bundestag hat zum Ziel, neuen Stimmen und Gesichtern mehr Gewicht in der deutschen Politik zu verleihen, und Parteien davon zu überzeugen, vielfältige Kandidat*innen aufzustellen. Zur Bundestagswahl 2021 hat eine Jury von BNB aus einer großen Zahl an Vorschlägen drei unabhängige Kandidat*innen ausgewählt, die für jeweils einen Wahlkreis antreten und dafür einstehen, Themen wie Inklusion, Rassismus und Geschlechtergerechtigkeit im Parlament auf die Tagesordnung zu bringen. Um die Kandidat*innen nun unabhängig unterstützen zu können, läuft außerdem eine Crowfunding-Kampagne auf Start Next.

Wir finden die Initiative großartig und wünschen viel Erfolg!

Buchtipp im Oktober

Brüste und Eier
Bildquelle: DuMont Verlag

Unser Buchtipp im Oktober kommt aus Japan: Die Autorin Mieko Kawakami beschreibt in dem 2019 erschienen Buch „Brüste und Eier“ das Leben japanischer Frauen im 21. Jahrhundert. Zwischen Schönheitoperationen, Kinderwunsch und künstlicher Befruchtung widmet sie sich der Diskriminierung von Frauen und liefert eine eindringliche Beschreibung japanischen Alltagslebens.

Wir sind auf der Suche…Frauen*SALON #7

Frauen*salon #7 peilen wir für Anfang November an – immer vorausgesetzt, dass die Berliner Corona-Regeln das dann erlauben. Freut euch auf einen spannenden Einlick in die feministische Stadtplanung und natürlich wie immer auf viele anregende Gespräche. Ein Save-the-Date folgt im Oktober.

Diesmal haben wir eine besondere Bitte an euch: damit wir möglichst viele Frauen* zu Salon #7 einladen können, sind wir auf der Suche nach einer corona-geeigneten Lokalität in Berlin, die Platz für ca. 20-30 Frauen* hat (plus Hygieneabstand!). Ob riesiges privates Wohnzimmer oder kostengünstig mietbare Location – bitte schreibt uns, wenn ihr Ideen und Vorschläge habt an info@frauensalon.org

Danke und bis bald!

Rückblick auf Frauen*Salon #6

Juhu, endlich wieder ein Frauen*Salon! Nach der langen Corona-bedingten Sommerpause waren wir über alle Maßen entzückt, einige von euch bei Frauen*salon #6 im Garten wiederzusehen. Nachdem wir uns alle teilweise mehr, teilweise weniger mit der unfreiwilligen Isolation zurechtgefunden hatten, war der Salon für uns alle erfrischend und inspirierend, und hat uns noch einmal gezeigt, wie sehr der Austausch untereinander, über unseren eigenen Tellerrand hinaus, gefehlt hat.

Diesmal hatten wir keinen festen thematischen Fokus – aber dafür ein super Brainstorming zu den nächsten Salons! Ergebnisse sind erstens: alle wollen weiter machen, natürlich mit Abstand und Hygieneregeln, aber am liebsten, so weit es eben möglich ist, weiterhin physisch. Zweitens: wir haben wunderbare Themen gesammelt, die wir die nächsten Male durch Impulsvorträge vertiefen wollen. Unter anderem: feministische Stadtplanung, Waldbegehungen und Naturerlebnisse, Feminismus und Umweltschutz, und Finanzen für Frauen! Wenn du selbst gern ein Thema vorschlagen möchtest – schreib uns!

Ausstellung in Berlin: „31: Women“

Feminismus in der Kunst vom 20. bis ins 21. Jahrhundert: Die Daimler Art Collection im Haus Huth zeigt noch bis Februar 2021 feministisch geprägte Werke von sehr unterschiedlichen, sehr beeindruckenden Künstlerinnen. Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf zwei damals zukunftsweisende Ausstellungen in Peggy Guggenheims New Yorker Galerie Art of This Century: ›Exhibition by 31 Women‹, 1943, und ›The Women‹, 1945.

Der Eintritt ist frei und ihr müsst euch auch nicht vorher anmelden – nur Maske Tragen ist Pflicht.

Mehr Infos findet ihr hier.

FEMMIT als MAGAZIN

2019 hat zum ersten Mal der femMit stattgefunden. Diese Konferenz richtet sich explizit an Frauen* und will eine Plattform für Austausch und Vernetzung rund um Medien und Poolitik schaffen.

Das geplante Event für 2020 konnte pandemiebedingt natürlich nicht stattfinden. Initiatorin Romina Stawowy hat sich davon jedoch nicht erschüttern lassen und kurzerhand Ihren Traum umgesetzt: das femMit Magazin.

Es sind bisher zwei Ausgaben erschienen, die über die femMit-Website bestellt werden können. Das Magazin richtet sich an berufstätige Frauen jeden Alters. Wir sind gespannt auf die Lektüre!

Foto von Omar Lopez aus Unsplash

Intersektionalität #1: We need more critical Whiteness

Die Gründerin des Magazins RosaMag für afrodeutsche Frauen, Ciani Sophia, hat im Online-Magazin EDITION F die Frage gestellt: Ist Feminismis nur für weiße Frauen? Denn bis heute stehen in der ersten Reihe der Frauenbewegungen oft vor allem weiße Frauen und ihre Themen. Rassismus und rassistische Diskriminierung werden dadurch nicht als integrale Bestandteile einer feministischen Debatte betrachtet. Dass rassistische und eurozentristische Strukturen aber sexistische Institutionen und Systeme direkt stärken, wird dadurch letzten Endes ignoriert.

Letzten Endes liegt es an uns, den weißen Frauen*, die Debatten zu öffnen und uns in critical whiteness zu üben. Wir empfehlen euch deswegen heute drei Bücher zum Thema, die uns sehr beeindruckt haben: Alice Hasters erzählt uns Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten. Und in ihrem Manifest Why I’m No Longer Talking To White People About Race von Reni Eddo-Lodge ist nicht nur das Kapitel über weißen und schwarzen Feminismus unglaublich interessant. Lady Bitch Ray berichtet in Yalla, Feminismus von persönlichen Diskrimierungserfahrungen, erklärt aber auch anspruchsvoll feministische Theorien.

Und wenn ihr gerne Podcasts hört, in denen sich zwei Freundinnen austauschen (und manchmal eine dritte Frau* interviewen), legen wir euch folgende kleine Auswahl ans Herz: Bei Feuer & Brot führen Alice und Maxi Gespräche zwischen Politik und Popkultur aus anti-rassistischer Perspektive. Rice and Shine ist der Grimme-Preis-tragende Podcast von Minh Thu Tran und Vanessa Vu, die in ihren Gesprächen und Interviews aus der vietdeutschen Community berichten. Auf der anderen Seite des Atlantik sprechen Aminatou Sow und Ann Friedman in Call Your Girlfriend einmal in der Woche über alle Themen von Körper, Menstruation, Politik, Mode und Gesellschaft – immer auch mit rassismuskritischer Perspektive. Und die Produktion All my Relations beleuchtet Kultur und Leben der Native Communities in den USA und gibt ihren (weiblichen) Mitgliedern eine Stimme.

Wir wünschen euch viel Inspiration beim Lesen und Hören und freue uns über eure Tipps in den Kommentaren!

Foto von Lindsey LaMont auf Unsplash

Hoch die intersektionale Solidarität!

Das Online-Nachschlagewerk „Gender-Glossar“ definiert Intersektionalität wie folgt: „Unter dem Begriff Intersektionalität wird die Verschränkung verschiedener Ungleichheit generierender Strukturkategorien verstanden.“ Intersektionale Perspektiven denken verschiedene (strukturelle) Diskrimierungsformen zusammen, zum Beispiel Sexismus und Rassismus oder Gender und Armut.

Sich mit Intersektionalität zu beschäftigen, heißt auch zu hinterfragen: Wen repräsentiert Mainstream-Feminismus eigentlich? Welchen Frauen und welchen Stimmen räumen wir in einer feministischen Debatte – z.B. in unseren Frauen*Salons – wieviel Platz ein?

Uns ist es besonders wichtig, dieses Konzept hier im Blog und Newsletter zu besprechen, weil es nicht nur uns in unseren Frauen*Salons an Diversity fehlt, sondern Feminismus in westlichen Gesellschaften insgesamt oft zu weiß und zu sehr von Frauen aus Mittel- und Oberschicht geprägt ist. Das kann dazu führen, dass wir neben eurozentristischen Perspektiven auch unsere Privilegien für selbstverständlich nehmen – und dadurch rassismuskritische Sichtweisen oder jene von Frauen* aus anderen sozialen und finanziellen Kontexten ausblenden.

Sich selbst zu hinterfragen, kann unserer Meinung nach Feminismus und Solidarität unter Frauen* nur stärken. Stefanie Lohaus vom Missy Magazine proklamiert Intersektionalität daher sogar zum zentralen Thema für den heutigen Feminismus. Auch die Macherinnen des LilaPodcast haben hierzu eine Folge aufgenommen, in der sie eine Reihe toller Frauen* vorstellen, die neben feministischen Themen auch Rassismus, Ableismus, Armut und nicht-binäre Identitäten thematisieren. Und in dem Buch Feminismus Revisited portraitiert Erica Fischer als Feministin der ersten Stunde spannende Frauen*, die heute für uns alle kämpfen.

Foto von Toa Heftiba auf Unsplash

Zurück in die Zukunft: Rückblick auf den Frauen*Salon #4

Die Zukunftsforscherin Aileen Moeck hat uns beim Frauen*Salon #4 mit auf eine spannende Reise in die Zukunft genommen. Wie könnte unser Leben in 2070 aussehen? Welche Instrumente können uns, Entscheidungsträger*innen und Politiker*innen bei der Entwicklung von Ideen und Visionen für ein besseres Morgen helfen?

Aileen hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Mensch zwar sehr fähig ist, technische Entwicklungen und Innovationen vorherzusehen und entsprechend umzusetzen – so wie Flugtaxis und Social Media. Schwieriger wird es aber, wenn wir uns gesellschaftliche Innovation vorstellen und diese entwickeln sollen. Oft fehlt es uns daher an gesellschaftlichen und sozialen Visionen, um Wandel und Fortschritt wirklich strategisch voranzutreiben.

Wer mehr über die Arbeit von Aileen und ihrem Team erfahren möchte, findet alle Informationen bei den Zukunftsbauern!