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Save the Date: Frauen*Salon #5 im Mai

Unser nächster Frauen*Salon findet nach dem Feiertags-Marathon im Mai statt! Wir sind schon wahnsinnig gespannt auf den Impuls von Katharina, die uns zum Nachdenken über feministische Stadtplanung anregen wird.

Und damit ihr alle dabei sein könnt, zückt schon jetzt eure Kalender: Wir sehen uns am 13.05.2020 um 18:30 Uhr, um wie immer bei Vino, Saft, Wasser und Gesprächen einen fantastischen Abend zu verbringen. Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Details folgen im nächsten Newsletter!

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Intersektionalität #1: We need more critical Whiteness

Die Gründerin des Magazins RosaMag für afrodeutsche Frauen, Ciani Sophia, hat im Online-Magazin EDITION F die Frage gestellt: Ist Feminismis nur für weiße Frauen? Denn bis heute stehen in der ersten Reihe der Frauenbewegungen oft vor allem weiße Frauen und ihre Themen. Rassismus und rassistische Diskriminierung werden dadurch nicht als integrale Bestandteile einer feministischen Debatte betrachtet. Dass rassistische und eurozentristische Strukturen aber sexistische Institutionen und Systeme direkt stärken, wird dadurch letzten Endes ignoriert.

Letzten Endes liegt es an uns, den weißen Frauen*, die Debatten zu öffnen und uns in critical whiteness zu üben. Wir empfehlen euch deswegen heute drei Bücher zum Thema, die uns sehr beeindruckt haben: Alice Hasters erzählt uns Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten. Und in ihrem Manifest Why I’m No Longer Talking To White People About Race von Reni Eddo-Lodge ist nicht nur das Kapitel über weißen und schwarzen Feminismus unglaublich interessant. Lady Bitch Ray berichtet in Yalla, Feminismus von persönlichen Diskrimierungserfahrungen, erklärt aber auch anspruchsvoll feministische Theorien.

Und wenn ihr gerne Podcasts hört, in denen sich zwei Freundinnen austauschen (und manchmal eine dritte Frau* interviewen), legen wir euch folgende kleine Auswahl ans Herz: Bei Feuer & Brot führen Alice und Maxi Gespräche zwischen Politik und Popkultur aus anti-rassistischer Perspektive. Rice and Shine ist der Grimme-Preis-tragende Podcast von Minh Thu Tran und Vanessa Vu, die in ihren Gesprächen und Interviews aus der vietdeutschen Community berichten. Auf der anderen Seite des Atlantik sprechen Aminatou Sow und Ann Friedman in Call Your Girlfriend einmal in der Woche über alle Themen von Körper, Menstruation, Politik, Mode und Gesellschaft – immer auch mit rassismuskritischer Perspektive. Und die Produktion All my Relations beleuchtet Kultur und Leben der Native Communities in den USA und gibt ihren (weiblichen) Mitgliedern eine Stimme.

Wir wünschen euch viel Inspiration beim Lesen und Hören und freue uns über eure Tipps in den Kommentaren!

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Hoch die intersektionale Solidarität!

Das Online-Nachschlagewerk „Gender-Glossar“ definiert Intersektionalität wie folgt: „Unter dem Begriff Intersektionalität wird die Verschränkung verschiedener Ungleichheit generierender Strukturkategorien verstanden.“ Intersektionale Perspektiven denken verschiedene (strukturelle) Diskrimierungsformen zusammen, zum Beispiel Sexismus und Rassismus oder Gender und Armut.

Sich mit Intersektionalität zu beschäftigen, heißt auch zu hinterfragen: Wen repräsentiert Mainstream-Feminismus eigentlich? Welchen Frauen und welchen Stimmen räumen wir in einer feministischen Debatte – z.B. in unseren Frauen*Salons – wieviel Platz ein?

Uns ist es besonders wichtig, dieses Konzept hier im Blog und Newsletter zu besprechen, weil es nicht nur uns in unseren Frauen*Salons an Diversity fehlt, sondern Feminismus in westlichen Gesellschaften insgesamt oft zu weiß und zu sehr von Frauen aus Mittel- und Oberschicht geprägt ist. Das kann dazu führen, dass wir neben eurozentristischen Perspektiven auch unsere Privilegien für selbstverständlich nehmen – und dadurch rassismuskritische Sichtweisen oder jene von Frauen* aus anderen sozialen und finanziellen Kontexten ausblenden.

Sich selbst zu hinterfragen, kann unserer Meinung nach Feminismus und Solidarität unter Frauen* nur stärken. Stefanie Lohaus vom Missy Magazine proklamiert Intersektionalität daher sogar zum zentralen Thema für den heutigen Feminismus. Auch die Macherinnen des LilaPodcast haben hierzu eine Folge aufgenommen, in der sie eine Reihe toller Frauen* vorstellen, die neben feministischen Themen auch Rassismus, Ableismus, Armut und nicht-binäre Identitäten thematisieren. Und in dem Buch Feminismus Revisited portraitiert Erica Fischer als Feministin der ersten Stunde spannende Frauen*, die heute für uns alle kämpfen.

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Zurück in die Zukunft: Rückblick auf den Frauen*Salon #4

Die Zukunftsforscherin Aileen Moeck hat uns beim Frauen*Salon #4 mit auf eine spannende Reise in die Zukunft genommen. Wie könnte unser Leben in 2070 aussehen? Welche Instrumente können uns, Entscheidungsträger*innen und Politiker*innen bei der Entwicklung von Ideen und Visionen für ein besseres Morgen helfen?

Aileen hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Mensch zwar sehr fähig ist, technische Entwicklungen und Innovationen vorherzusehen und entsprechend umzusetzen – so wie Flugtaxis und Social Media. Schwieriger wird es aber, wenn wir uns gesellschaftliche Innovation vorstellen und diese entwickeln sollen. Oft fehlt es uns daher an gesellschaftlichen und sozialen Visionen, um Wandel und Fortschritt wirklich strategisch voranzutreiben.

Wer mehr über die Arbeit von Aileen und ihrem Team erfahren möchte, findet alle Informationen bei den Zukunftsbauern!

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Anmeldung: FRAUEN*SALON #4 im Februar 2020

Wir sind schon ganz gespannt: unser nächster FRAUEN*SALON findet am 12. Februar 2020 statt! Die Zukunftsforscherin Aileen Moeck wird uns mehr darüber erzählen, wie wir Bildung so gestalten können, dass sie uns auf die Zukunft vorbereiten kann.

Wir können auch dieses Mal ca. 20 Frauen* in der Location unterbringen, also registriert euch schnell per Mail unter info@frauensalon.org. Ihr erhaltet dann eine Bestätigung von uns. Meldet auch gerne wieder eine Frau* Eurer als Wahl Begleitperson an.

Die Eckdaten: 12. Februar 2020 ab 18:30 in Nord-Neukölln, zwischen Hermannplatz und Schönleinstraße. Alle angemeldeten Frauen* bekommen die Adresse und weitere Infos.

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Podcast-Tipp Januar 2020: Yasmine Mohammed zu „Leaving Faith“

Heute stellen wir euch einen Tipp unsere Salon*-Teilnehmerin Laura vor (Danke für den Hinweis!). Sie hat uns zu Folge 175 des Podcasts ‚Making Sense‘ geführt, in der Sam Harris mit Yasmina Mohammed über ihr Buch „Unveiled: How Western Liberals Empower Radical Islam“ spricht. In der Folge namens „Leaving Faith“ erzählt die muslimische Frauenrechtlerin und Aktivistin von ihrem Großwerden in einer radikal-islamischen Familie, ihrer Flucht daraus, und diskutiert, inwiefern und ob der Islam ein konservatives Frauenbild unterstützt. Sie spricht aber auch über die Vorurteile und das Überlegenheitsgefühl der westlichen (weißen) Feminist*innen gegenüber Frauen* im Islam, und bringt uns zum Nachdenken, wie wir selbst echte Solidarität gegenüber muslimischen Frauen zeigen können, ohne in Klischees zu verfallen.

Wenn ihr dann hooked seid, hört euch Folge 180 ‚Sex and Power‘ an. Darin spricht Meghan Daum über modernen Feminismus, Gewalt gegenüber Frauen* sowie Männer* und Frauen* in der Politik; und darüber wie (politische) Macht mit Geschlechterrollen zusammenhängt.

Und in der Zwischenzeit arbeiten wir an einer Newsletterfolge zu Feminismus, Rassismus und Intersektionalität. Stay tuned und schickt uns Ideen!

Literaturtipp für 2020? #Frauenlesen !

Eine gute Idee für 2020: (noch) mehr (unterschiedliche) Bücher von Frauen, über Frauen und mit Frauen zu lesen. Und dann wollen wir von diesen Büchern erzählen, damit die Frauen* und ganz besonders auch die Männer* in unserem Leben sie ebenfalls lesen und anderen davon erzählen (zum Beispiel unter dem Hashtag #frauenlesen). Denn wie schon Margarete Stokowski in ihrem „Lebensratgeber für Feministen“ schrieb: „Lesen Sie Bücher von Frauen, sehen Sie Filme von Frauen, hören Sie Musik von Frauen!

Eine super Liste für (englischsprachige) Neuerscheinungen in 2020 mit fast nur weiblichen Autorinnen hat das Online-Magazin Stylist hier zusammengestellt. Eine ähnliche deutschsprachige Liste haben wir trotz längerer Internet-Recherche nicht gefunden – und sind natürlich für Tips dankbar! Eine gute Zusammenstellung zu Büchern auf Deutsch von feministischen Autorinnen und Autoren findet ihr allerdings hier bei Ze.tt.

Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, wie es für Schriftstellerinnen in der Literaturwelt so geht, dann empfehlen wir den wunderbaren Blog „Nacht und Tag“ der Literaturwissenschaftlerin Nicole Seifert (sie ist auch auf Twitter unterwegs), in dem sie Bücher von Frauen* vorstellt und überhaupt analysiert, was die männlich* geprägte Literaturszene so mit uns macht.

Und wenn ihr dann Lust auf noch tieferes Eintauchen habt, hört euch die die Folge „Stop – Homer Time!“ vom Podcast „Call your Girlfriend“ an, in der es (auf Englisch) um feministische Übersetzungen von Literatur geht.

Genug geredet: auf in die Buchhandlungen und Bibliotheken, Tee oder Kaffee kochen, und dann mit einem (oder gleich mehreren) Büchern auf dem Sofa gemütlich machen!

Save the date: FRAUEN*SALON #4 im Februar 2020

Nach unseren ersten drei erfolgreichen FRAUEN*SALONS in 2019 wird der FRAUEN*SALON #4 am Mittwoch, den 12. Februar 2020 stattfinden. Es wird einen Impulsbeitrag von Aileen Moeck geben – zum Thema Zukunft und Bildung. Zückt schon mal eure Kalender! Mehr Infos zur Anmeldung folgen im Januar.

Schön war’s: FRAUEN*SALON #3 im Oktober 2019

Draußen wurde es langsam Herbst, als wir uns Anfang Oktober in Ronas Wohnzimmer im Nordischen Viertel versammelt haben. Lea hat mit ihrem Beitrag über weibliche Perspektiven in der Medizin Fragen aufgeworfen, die wir uns gefühlt schon alle einmal gestellt, aber vielleicht nie so bewusst artikuliert haben:  Medizin und ihre Forschung wird oftmals von Männern für Männer gemacht – mit dem Ergebnis, das wir zum Beispiel viel zu wenig wissen, wie Medikamente auf Frauen, ihre Körper, ihre Psyche und ihren Zyklus wirken. Wer mehr zum Zusammenspiel von Gender und Gesundheit wissen will, kann Lea hier erreichen.